Ich stehe...

...im Querkeles Loch am Staffelberg, schließe meine Augen und sehe... in meiner Phantasie ihre Welt vor mir...

...die Wände der Höhle wandelten sich um in einen Wald mit verschiedenen Felserhöhungen, manche mit dunklen Ausbuchtungen. Die kleinen Wesen leben in einer Gemeinschaft und dies in hohlen Baumstümpfen, in kleinen Häusern mit wenigen Stufen oder Steinwegen, die zur Tür führen... oder in Höhlen. Auch aus versteckten Ecken funkelnden neugierige Augen heraus. Es tauchten Schatten hinter beleuchteten Fenstern auf, standen einige Zeit still da, bevor diese wieder verschwanden oder heraus kamen.

Es war doch meine Phantasie... warum spürte ich so viele neugierige Augen auf mich ruhen? Meine wollte ich wieder öffnen... wagte es jedoch nicht. Bis auf das zwitschern der Vögel, dass summen der Bienen... war es still um mich.

Würden sie mich jetzt fesseln, wie Gulliver auf seinen Reisen?

Es hatten sich einige Querkerla um meinen rechten Schuh gruppiert... sie fassten sich an den Händen, bogen ihre Köpfe nach hinten und sahen an mir hoch. Ich schrumpfte auf ihre Größe.... in ihren Augen konnte man nichts schlechtes entdecken.... nur reine Freundlichkeit.

Ein Querkerla lud mich sogar zu sich ein. Heimelig sein Haus mit den selbst geschnitzten Möbeln. Seine Frau servierte mir ein großes Stück Kloß. Ihre Leibspeise. Die kleinen Wesen hatten am heutigen Sonntag aus einem fränkischen Gasthaus einen Kloß stibitzt - nachdem sie dort fleißig und unbemerkt geholfen hatten. Da viel los war, dachten sie, wird so ein fehlender Kloß ja nicht auffallen. Und so wurde er auf ihren Berg geschleppt und mit allen geteilt.

In ihrer Gemeinschaft unterscheidet sich ihr Leben eigentlich nicht von unserem... nur umgibt ihres eine magische und zauberhafte Aura. Die Zeit scheint hier stehen geblieben zu sein?! 

Seine Frau Eija hat ein sonniges Gemüt... und ist ein sehr liebens wertes Wesen. Ihre Orangegelbe Kleidung mit dem Schmetterling auf der Mütze, soll das was man mit ihrem Namen verbindet zeigen. Zu ihren Leidenschaften gehört das Backen. Und sie macht die köstlichsten Kuchen und Torten die ich je gegessen habe. Zum Nachtisch durfte ich davon kosten. 

Als mir die Querkerla Welt näher gezeigt wurde, traf ich überraschend auf meine Bienchen Hachi und Mifeng... ihre Begleiterin Stella (2.Tochter von Jaro und Eija), kam mir irgendwie bekannt vor - ohne ihr jedoch vorher begegnet zu sein. Ich kam nicht drauf.
Weißt Du woher ich dieses Gefühl haben könnte?
Langes grübeln, konnte ich mir jedoch nicht leisten, denn Irida zog mich weiter. In ihrer Gesellschaft fühlte, lächelte, hörte, akzeptierte und schätzte ich viel mehr als sonst. 

Über uns hörte man leise Flügelschläge. Ich blickte nach oben und sah eine Schar Gänse, die über uns hinweg flogen. Unweit am Ufer eines großen Teiches trafen wir auf Snorre und seiner zutraulichen Gans Erina mit den bunten Blumen, dem lila Schnabel und der großen gelben Schleife um den Hals. Sie freute sich über meine Streicheleinheiten. 

Auf der Kaffeeplantage und dem herrlichen Duft nach frisch gemahlenem braunen Pulver in der Nase, legten wir eine Pause ein. In Cappuccino-Streifen, einer Bohne auf der Mütze und einer Tasse Kaffee in der Hand... begrüßte uns Coffelina. Sie zeigte uns ihr kleines Reich, mit anschließender Verköstigung ihres köstlichen Gebräues.

Jaro

 (Licht in der Nacht), so heißt das Querkerla in dessen Haus ich weilte.
Er kleidet sich mit Vorliebe in der Farbe seines Hobbys... grün fürs Gärtnern..., aber wie alle Querkerla, liebt er Tiere. Besonders den Igel "Stachelie". Auf seiner Mütze hat er zwei Sterne, die wenn gut vom Sonnenlicht aufgeladen sind, in der Nacht leuchten, was ja auch sein Name bedeutet.

Später lernte ich noch ihre jüngste Tochter Irida kennen. Auch sie ist in der Bedeutung ihres Namens gekleidet - den sieben Farben des Regenbogens. In ihrem colorigen Buch, steht die Bedeutung der Chakrafarben: Beere/Violett, Lila/tiefblaues Indigo, Türkis/Hellblau, Grün, Gelb, Orange und Rot. Sie sorgt heimlich dafür, dass wir Menschen mehr Fühlen, Lächeln, Hören, Akzeptieren, Machen, Schätzen und Lieben. Dies mit "ihren" Farben in verschiedenen Gestalten in uns vertieft werden kann.

Wir besuchten ihre beste Freundin Lavendina, von weiten roch ich den mir so geliebten Duft von Lavendel... ja, ihre Kleidung und der Name hat etwas mit ihren Lieblingsblumen zu tun. Meine Augen konnten kaum von dem horizontlosen weiten Feldern der Duftblume in weiss, hell und dunkellila lassen. Gleich daneben, ungewöhnlicher weise ein Maiglöckchen Garten... die Blumen ihrer Schwester Kielo, deren Name diese Bedeutung hat.
Ihre zweite Schwester Joy (Freude) in Rottönen, liebt die Königin der Blumen... die Rose, ihre haben eine Herzform und bringen so weit das Auge sehen konnte, viele bunte Farben hervor.

In dieser Welt, passt immer alles so harmonisch zusammen und oft gibt vieles keinen Sinn und doch fühlt sich alles so "normal" an. Man vergisst wirklich die Zeit, kommt zur Ruhe und entwickelt viel Fantasie, in der Nähe von den fränkischen Querkerla.

Ich lernte nicht alle menschenähnlich kleinen Wesen, dieser Gemeinschaft kennen, aber für mich waren es doch viele, um mir nicht gleich alle Namen und Verbindungen zu merken.

Hast Du es schon?

Create your website for free! This website was made with Webnode. Create your own for free today! Get started