Querkerla

Ungefähr 35 km südlich von meinem Heimatort erhebt sich weit sichtbar, der Staffelberg.
Ein sagenumwobener Ort... mit der weit bekannten "Querkerleshöhle".
Generationen stiegen den kurzen Weg hinab, um die magische Aura zu spüren. Einige begnügen sich damit, von oben hinein zu sehen.
Als Kind tat ich beides... und erinnerte mich daran zurück, wenn ich das Wort "Wichtel" höre.
Die Sage der Querkerla kam zu stande, weil bis Mitte des 20.Jhrs. in der Nähe Bergbau betrieben wurde und kleine Menschen dazu benötigt wurden.

Der Sage nach, waren es undankbare Menschen zu Füßen des Staffelbergs, denen es zu verdanken ist, dass die Querkerla von dort verschwunden sind. Keiner weiß wohin... vielleicht mainabwärts in einer Höhle am Veitenstein bei Lußberg im Landkreis Haßberge?

Die Querkela (vom althochdeutschen "Getwerg" für Zwerg) tauchen in etlichen Regionen Deutschlands auf. An der thüringisch-fränkischen Grenze werden aus den Querkela die "Schlaazla", "Büebl" oder "graua Mennla". Auch dort waren sie als hilfreiche Hausgeister gerne gesehen, trieben sich aber auch manchmal in den Mühlen herum. In Neukenroth (Landkreis Kronach) bewacht ein Zwerg den Schatz im Eilaberg. Erschreckt wurden einst die Holz- und Pilzsammler rund um Helmbrechts (Landkreis Hof), wenn die dortigen Querkel ihr "Quarkluch" verlassen und mit den Ahnungslosen im Wald allerlei Schabernack getrieben hatten.

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